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    Am Vorabend der WM

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    Drei Tage vor dem Anpfiff sitzt ein 55-jähriger Fußballfan auf einem Balkon in Graz Jakomini, hasst die FIFA mit der Inbrunst eines Frischverliebten – und wird trotzdem fast jedes Spiel schauen. Über einen Maya-Schlangengott, der ein Turnier bewacht, ein iranisches Team, das per Tagespendel einreisen muss, ein Endspielticket für 10.990 Dollar, und Österreich, das nach 28 Jahren wieder dabei ist. Eine Bestandsaufnahme zwischen Liebe und Ekel.

    Es ist Montagabend, der achte Juni, in Graz riecht es nach dem ersten richtigen Sommer, dem mit der Schwüle drin, und auf dem Balkon ist die Luft so dick, dass man sie kauen könnte. Unten joggt jemand vorbei, dieser bestimmte Typ Jogger, der läuft als wäre Laufen eine moralische Leistung, und mein erster Gedanke ist nicht Fußball, mein erster Gedanke ist: In drei Tagen, am Donnerstag, um Punkt 13 Uhr Ortszeit im Estadio Azteca, läuft Mexiko gegen Südafrika auf, und damit beginnt das größte, teuerste, politisch verminderteste Fußballturnier, das je veranstaltet wurde. 48 Mannschaften. 104 Spiele. Drei Länder. Und ich, der ich seit Córdoba ein Fan bin, sitze hier mit einem Bier, das schon zu warm ist, und spüre dieses alte Ziehen in der Magengegend, das man als Kind hatte, wenn die Schule aus war und der Sommer aufmachte – und gleichzeitig spüre ich etwas, das ich mit Anfang zwanzig noch nicht kannte: einen tief sitzenden, fast körperlichen Widerwillen gegen die Maschine, die das hier veranstaltet.

    Das ist die Lage. Beides gleichzeitig. Und wer mir erzählt, man müsse sich entscheiden, entweder Fan oder Skeptiker, der hat noch nie wirklich etwas geliebt, das ihn enttäuscht.

    Córdoba, oder warum das hier überhaupt jemanden interessieren sollte

    Lasst mich kurz nach hinten greifen, weil sonst nichts von dem, was jetzt kommt, ein Gewicht hat. 1978. Ich bin sieben. Córdoba, Argentinien. Hans Krankl macht das 3:2 gegen Deutschland, Legendengefühl, ich erlebe das beim Onkel Winko, weil wir noch keinen Fernseher hatten.

    Edi Finger schreit und schreit, sein „Tor, Tor, Tor, Tor, i wer narrisch“ und unser kleines Land hat kurz wieder Größe, wir brauchen uns nichts vorzumachen, Habsburger Grenzen kommen wohl nicht sobald zurück.

    Und im Fussball waren wir damals wie heute das im Fußball seit jeher der ärmere Vetter ist, da sist durchdrehen erlaubt.. Ich verstand mit sieben nicht die Hälfte davon, aber ich verstand die Lautstärke. Ich verstand, dass Fussball etwas stiftet, Menschen weinen können vor Freude über etwas, das objektiv betrachtet vollkommen folgenlos ist. Zweiundzwanzig Männer, ein Ball, ein Resultat, das die Welt um keinen Millimeter verschiebt, alles völlig egal.
    Momentum des Schicksals. Das war meine erste Lektion darüber, was Bedeutung ist: Nicht das, was zählt, dem Chaos abgerungene Fakten, sondern aburdes Theater emotionaler Instabilität.

    Seitdem ist Österreich nicht mehr oft dort gewesen, wo es zählt. 1990, 1998, und dann achtundzwanzig Jahre Funkstille. Eine ganze Generation ist aufgewachsen, ohne ihr eigenes Land je bei einer Weltmeisterschaft gesehen zu haben. Und jetzt, ausgerechnet jetzt, in diesem Sommer der teuren Tickets und der Travel Bans, kommt Ralf Rangnick mit seiner Mannschaft zurück. Gruppe H gewonnen, 19 Punkte aus acht Spielen, zwei vor Bosnien, der Mann hatte vorher gedroht zurückzutreten, falls sie es nicht schaffen. Sie haben es geschafft. Gerade trainieren sie in Goleta, Kalifornien, im Harder Stadium, irgendwo zwischen Pazifik und Avocadohainen, und warten auf Argentinien, Algerien und Jordanien in Gruppe J. Argentinien. Messi, wahrscheinlich sein letztes Turnier. Da werden österreichische Männer in meinem Alter vor Fernsehern sitzen und sich wieder in Siebenjährige verwandeln. Ich auch. Das ist keine Schwäche, das ist die Konstruktion.

    Und genau weil ich weiß, wie tief dieser Haken sitzt, bin ich so wütend auf die, die ihn ausnutzen.

    Plan Kukulkán, oder der Gott, den sie sich nicht ausgesucht haben

    Fangen wir in Mexiko an, weil dort der Ball zuerst rollt und weil dort der schönste, finsterste Widerspruch des ganzen Turniers liegt. Die mexikanische Regierung schickt knapp 100.000 Sicherheitskräfte in die drei Austragungsstädte Mexiko-Stadt, Guadalajara und Monterrey. Der Name der Operation: Plan Kukulkán. Benannt nach der gefiederten Schlange der Maya, dem Gott, der zwischen Himmel und Erde vermittelt, der an der Tagundnachtgleiche als Schattenschlange die Pyramide von Chichén Itzá hinunterkriecht. Sie haben einen Maya-Schöpfungsgott als Branding für eine Polizeioperation genommen. Mir, dessen Künstlername aus dem Maya kommt, dreht das einen kleinen Knoten in den Magen, einen aus Faszination und Unbehagen zugleich – die alten Götter werden zu Logos, und niemand merkt mehr, dass das eine Grenzüberschreitung ist.

    Hinter dem hübschen Namen liegt die eigentliche Geschichte. Guadalajara, vier Gruppenspiele, ist die Hauptstadt von Jalisco, und Jalisco ist das Stammland des Cartel Jalisco Nueva Generación, eines der größten und tödlichsten Kartelle des Kontinents. Als die Behörden im Februar dessen Anführer Nemesio Oseguera, El Mencho, festnahmen, antwortete die Organisation mit einer Welle der Gewalt – brennende Fahrzeuge, brennende Geschäfte, Feuergefechte. Monterrey, im Norden, an der US-Grenze, ist ein Drogenkorridor mit Anzug und Krawatte. Und in diese Geografie aus Verschwundenen und Massengräbern und einer Straflosigkeit, die statistisch bei über neunzig Prozent liegt, kippt die FIFA jetzt das fröhlichste Spektakel des Planeten.

    Hier ist das, was mich an dieser Sache wirklich packt, und es ist nicht das, was die Sicherheitsberichte sagen. Es ist der Kontrast selbst. Es werden die Latinos sein, die dieses Turnier emotional tragen – die mexikanischen Fans, die zentralamerikanischen, die Argentinier und Kolumbianer, deren Fankultur eine Wärme und eine Lautstärke hat, von der die nordeuropäische Fußballseele nur träumen kann. Eine Kultur, die das Feiern auch deshalb so gut kann, weil sie das Trauern so gut kennt. In einem Land, in dem Mütter mit Schaufeln nach ihren Söhnen graben, weil der Staat es nicht tut, wird in drei Wochen ein Stadion explodieren vor purer, unschuldiger Freude. Das ist nicht zynisch. Das ist das Menschlichste, was ich mir vorstellen kann. Die Fähigkeit, an einem Ort der Gewalt einen Raum der Freude zu bauen und sich dort, für neunzig Minuten plus Nachspielzeit, ganz hineinzustellen. Wenn jemand fragt, warum Fußball, dann ist es das. Nicht die Taktik. Das.

    Der iranische Tagespendler

    Und dann ist da der Iran, und beim Iran hört bei mir das Schmunzeln auf.

    Der Iran hat sich sportlich qualifiziert, sauberer als die meisten, ein technisch starkes Team. Drei Gruppenspiele sind auf US-Boden angesetzt. Gleichzeitig steht der Iran auf der Liste der 39 Länder, die unter Trumps Travel Ban fallen, im Vollumfang. Was das praktisch bedeutet, ist eine Absurdität, für die man sich einen Bürokraten mit besonders trockenem Sinn für Grausamkeit ausdenken müsste: Die Mannschaft soll in Mexiko ihr Quartier beziehen und für jedes Spiel in den USA am selben Tag einfliegen, durch den Zoll, aufs Feld, neunzig Minuten, zurück zum Flughafen, zurück nach Mexiko. Kein Übernachten auf dem Boden des Gastgebers. Ein Nationalteam bei einer Weltmeisterschaft als Tagespendler. Rein, spielen, raus, bevor es dunkel wird, als wäre die bloße Anwesenheit über Nacht eine Zumutung.

    Die Spieler selbst, sagt ein US-Offizieller, hätten ihre Visa bekommen. Außenminister Rubio formulierte die Bedingung mit der Eleganz eines Türstehers: willkommen, solange keiner bei den Revolutionsgarden gedient hat. Aber vierzehn Mann Betreuerstab, darunter der Generalsekretär und der Vizepräsident des Verbands, sitzen ohne Visum fest. Der iranische Verband nennt es „vindictive behavior“, rachsüchtiges Verhalten, und ausnahmsweise muss man der Funktionärssprache eines autoritären Regimes recht geben. Und über allem schwebt, während ich das hier tippe, ein Krieg, dessen Konturen sich täglich verschieben, sodass niemand mit Sicherheit sagen kann, ob diese Mannschaft am elften Juni überhaupt noch ein Land hat, das sie repräsentieren kann.

    Man stelle sich das einmal als Bühnenbild vor: Da spielt eine Nation, mit der die Gastgebernation am Rande des offenen Krieges steht, auf eben diesem Boden, eingeflogen und ausgeflogen wie eine verdächtige Lieferung, bewacht in Los Angeles mit Extra-Sicherheit, während ihre eigenen Betreuer an der Grenze hängenbleiben. Und die FIFA verkauft das Ganze als „uniting the world“. Fußball als Brücke zwischen den Völkern. So lautet die Lebenslüge dieses Sports, seit Jules Rimet 1930 die erste Trophäe in einer Tasche nach Uruguay schiffte. Manchmal stimmt sie sogar, die Lüge. Beim Iran 2026 stimmt sie nicht. Beim Iran 2026 ist der Fußball genau das, was die Geopolitik aus ihm macht: ein weiterer Schauplatz, auf dem mächtige Männer ihre Drohungen austauschen, nur dass diesmal Trikots getragen werden.

    Die Kasse, oder Infantinos „market rate“

    Reden wir über Geld, denn ohne das Geld versteht man den Rest nicht. Die FIFA hat für dieses Turnier zum ersten Mal in ihrer Geschichte ein „dynamic pricing“ eingeführt, dasselbe Modell, mit dem dir Fluglinien und Konzertveranstalter in die Tasche greifen: Der Preis steigt, je knapper das Angebot. Im Klartext heißt das, dass das teuerste Ticket fürs Endspiel im April auf 10.990 Dollar geklettert ist. Fast das Siebenfache der 1.550 Dollar, die im nordamerikanischen Bewerbungsdokument als Höchstpreis versprochen worden waren. Zur Einordnung: Das teuerste Finalticket in Katar 2022 lag bei rund 1.600 Dollar.

    Infantinos Begründung ist ein Satz, den man sich rahmen sollte als Denkmal für das Selbstverständnis dieser Organisation: „Wir müssen den Markt betrachten – wir sind in dem Markt, in dem Entertainment am höchsten entwickelt ist auf der Welt, also müssen wir Marktpreise anwenden.“ Übersetzt: Ihr liebt das? Dann zahlt dafür. Der ehemals heiligste folkloristische Besitz der Arbeiterklasse, das Spiel der kleinen Leute, wird verkauft wie ein Beyoncé-Konzert, weil man kann.

    Das Schöne, beinahe Komische daran ist, dass selbst Donald Trump, Infantinos engster Verbündeter in dieser Sache, kalte Füße bekam. Er gab dem New York Post zu Protokoll, er würde die rund tausend Dollar für die billigsten Plätze beim US-Eröffnungsspiel gegen Paraguay nicht zahlen. „I wouldn’t pay it either, to be honest.“ Wenn dir Donald Trump erklärt, etwas sei zu teuer, dann hast du eine bemerkenswerte Grenze überschritten. Die Generalstaatsanwälte von New York und New Jersey haben eine Untersuchung eingeleitet, ob die FIFA hier als Monopol gehandelt und ihre Stellung missbraucht hat. Das US-Eröffnungsspiel war zwischenzeitlich nicht ausverkauft. Das Magazin The Ringer hat das ganze Turnier in drei Wörtern zusammengefasst, die ich nicht besser hinbekäme: a cash grab. Die Fans zahlen die Rechnung.

    Und hier ist der Punkt, an dem die alte Fan-Seele und der heutige Skeptiker in mir aufeinandertreffen wie zwei Betrunkene an einer Theke. Denn ich weiß ja, warum es funktioniert. Es funktioniert, weil sie auf genau jenen Haken setzen, den Edi Finger mir 1978 ins Fleisch geschlagen hat. Sie wissen, dass der Siebenjährige in uns zahlt, was der Fünfundfünfzigjährige für unanständig hält.

    Die FIFA verkauft nicht Tickets. Sie verkauft Córdoba. Immer und immer wieder, an jeden, der es einmal gefühlt hat.

    ICE im Parkhaus

    Eine letzte Schicht, dann lasse ich euch in den Abend. In Los Angeles, im SoFi Stadium, hat die Gewerkschaft UNITE HERE Local 11 mit 96 Prozent für einen Streik gestimmt, falls Bundes-Immigrationsbeamte rund um die WM-Spiele eingesetzt werden. Es geht um stagnierende Löhne, ja, aber es geht vor allem um Angst. Das Stadion liegt nahe an Orten, an denen es im vergangenen Jahr Razzien gab; hunderte Arbeiter blieben damals zuhause, warnten sich gegenseitig vor verdächtigen Fahrzeugen im Parkhaus, gingen nicht mehr allein zur Arbeit. Die Behörden versichern jetzt, bei den Spielen selbst werde keine zivile Einwanderungskontrolle stattfinden, ICE werde in der Stadt nicht eingesetzt – Bundesagenten seien aber „aus Sicherheitsgründen“ an den Turnier-Operationen beteiligt. Human Rights Watch dokumentierte schon im Dezember eine ICE-Festnahme bei einem FIFA-Event. Manche L.A.-Fans, die meisten von ihnen Latinos, also genau jene, die diesem Turnier seine Seele geben, boykottieren die Spiele aus Prinzip. Sie können nicht garantieren, dass sie das Stadion wieder verlassen, durch das sie hineingehen.

    Das ist die Veranstaltung, die uns als das große Versöhnungsfest der Menschheit verkauft wird. Ein Turnier, dessen Eröffnung ein Schlangengott bewacht, dessen prominentester Außenseiter per Tagespendel einreisen muss, dessen Endspielticket so viel kostet wie ein Gebrauchtwagen, und dessen Servicekräfte um ihre Freiheit fürchten, während sie dir das Bier ausschenken.

    Und trotzdem

    Und jetzt kommt der Teil, für den ihr mich vielleicht verachtet, und ich kann es euch nicht verübeln.

    Ich werde es schauen. Fast alles. Ich werde am Donnerstag um neun Uhr abends mitteleuropäischer Zeit auf diesem Balkon sitzen, das Bier wird wieder zu warm sein, und ich werde Mexiko gegen Südafrika schauen mit demselben Magen, den ich mit sieben hatte. Ich werde auf Österreich gegen Argentinien hinfiebern wie ein Idiot. Ich werde mir wünschen, dass der Iran trotz allem ein gutes Spiel macht, weil die Spieler nichts dafür können. Und ich werde die ganze Zeit wissen, dass ich Teil der Reichweite bin, die das Ganze erst lukrativ macht, dass mein Zusehen eine Stimme ist in einem Abstimmungsverfahren, das längst gelaufen ist.

    Vielleicht ist das die ehrlichste Position, die man am Vorabend dieser WM einnehmen kann. Nicht die des reinen Boykotteurs, der sich moralisch über den Dingen wähnt und nichts riskiert außer ein bisschen Langeweile. Und nicht die des naiven Fans, der singt und nicht nachdenkt. Sondern die dazwischen: schauen und es benennen. Sich hinreißen lassen und es danach aufschreiben. Den Schlangengott sehen UND den Polizeistaat dahinter. Krankls Tor lieben UND wissen, was sie damit verkaufen.

    Es ist der achte Juni, in Graz wird es jetzt langsam dunkel, der Jogger ist längst weg, und irgendwo über dem Atlantik trainiert eine österreichische Mannschaft im kalifornischen Abendlicht für ein Spiel gegen den besten Spieler aller Zeiten. In drei Tagen geht es los. Ich freue mich darauf. Es ist mir unangenehm, wie sehr.


    Was du wissen musst — Kurz & knackig

    48 Teams, drei Länder, 104 Spiele
    Die erste WM mit 48 statt 32 Mannschaften und die erste, die von drei Nationen zusammen ausgerichtet wird. 16 Host Cities: elf in den USA, drei in Mexiko, zwei in Kanada. Vom 11. Juni bis 19. Juli 2026. Mehr Spiele bedeuten mehr Tickets, mehr Sendezeit, mehr Sponsorengeld — das Format ist die Geschäftslogik.

    Dynamic Pricing
    Erstmals in der FIFA-Geschichte steigen Ticketpreise automatisch mit der Nachfrage, wie bei Fluglinien. Folge: Das teuerste Finalticket erreichte 10.990 Dollar — fast siebenmal so viel wie im Bewerbungsversprechen (1.550 Dollar). Die Generalstaatsanwälte von New York und New Jersey prüfen mögliche Monopolpraktiken.

    Travel Ban
    Eine US-Anordnung schränkt die Einreise aus 39 Ländern ein. Spieler qualifizierter Nationen wie Iran oder Haiti dürfen meist antreten, ihre Fans aber bleiben weitgehend ausgesperrt. Beim Iran müssen Teile des Betreuerstabs ohne Visum daheimbleiben; die Mannschaft pendelt für US-Spiele aus Mexiko ein und am selben Tag wieder aus.

    Plan Kukulkán
    Mexikos Sicherheitsoperation für die WM, benannt nach der gefiederten Schlange der Maya. Rund 100.000 Sicherheitskräfte in Mexiko-Stadt, Guadalajara und Monterrey. Guadalajara liegt im Stammland des Cartel Jalisco Nueva Generación, dessen Anführer „El Mencho“ im Februar festgenommen wurde.

    Córdoba 1978
    Das „Wunder von Córdoba“: Österreich schlägt bei der WM Deutschland 3:2, Hans Krankl trifft, Radioreporter Edi Finger schreit „i wer narrisch“. Für eine ganze österreichische Generation der Urknall der Fußballliebe. 2026 ist Österreich nach 28 Jahren (zuletzt 1998) erstmals wieder dabei — unter Ralf Rangnick, in Gruppe J mit Argentinien.


    Quellen

    • FIFA: „Estadio Azteca to host opening match“ (Mexiko–Südafrika, 11. Juni 2026)
    • Axios (7. Juni 2026): „Iran faces Trump’s World Cup gauntlet“
    • ESPN: „Iran says U.S. has denied visas to key World Cup officials“
    • NPR (16. Mai 2026): „Iran and Haiti qualified for the World Cup but face U.S. travel bans“
    • NPR (28. Mai 2026): „FIFA’s World Cup ticket sales outraged fans. Now they are under investigation“
    • Fortune (7. Mai 2026): „Trump admits World Cup tickets are too expensive“
    • The Ringer (8. Juni 2026): „The World Cup Is a Cash Grab. Fans Will Pay the Bill.“
    • CNN (31. Mai 2026): „How dangerous is watching the World Cup in Mexico, really?“
    • Al Jazeera (2. Juni 2026): „World Cup: No ICE deployment; extra security for Iran games in Los Angeles“
    • HuffPost / Al Jazeera (Mai 2026): UNITE HERE Local 11 SoFi-Streikvotum
    • FIFA: „Ralf Rangnick names Austria’s World Cup 2026 squad“
    • Human Rights Watch (3. Dez. 2025): „ICE Arrest at FIFA Event Spotlights Dangers for World Cup“

    Das hier ist der Auftakt. Über die kommenden Wochen begleitet Daily Doses of Perception die WM nicht mit Spielberichten, sondern mit dem, was darunter liegt — Geopolitik, Geld, Erinnerung, und gelegentlich auch ein bisschen ehrliches Fachsimpeln über einen schönen Steilpass. Ein WM-Tagebuch zwischen Liebe und Ekel. Wer das mitlesen will: dranbleiben auf anythinginanutshell.com — und wer mag, support über anythinginanutshell.com/support-me. Das ist der Unterschied zwischen „ich schaue zu“ und „ich kann darüber schreiben“.

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